Einleitung:

Du befindest dich im Trennungsjahr und kennst deine Rechte und Pflichten nicht?

Kein Problem, denn hier findest du alles, was du wissen solltest!

Ganz gleich, ob du die Rechte und Pflichten des Mannes oder der Frau kennenlernen willst!

In diesem Beitrag werde ich dir…

a.) … das Prinzip des Trennungsjahres erklären!

b.) … die Rechte und Pflichten jedes Ehegatten erläutern!

c.) … die Regelungen vorstellen, die eure gemeinsamen Kinder betreffen!


Rechtliches nach einer Trennung

Eine Trennung zwischen Partnern in herkömmlichem Sinn ist nicht dasselbe wie die Trennung in rechtlichem Sinn. Letzteres ist per Gesetz definiert. Es gibt nämlich genaue Vorgaben darüber, wie sich die Ehepartner ab Trennungszeitpunkt verhalten sollten. Eine Trennung ist in der Regel auf die Dauer von einem Jahr beschränkt – das sogenannte Trennungsjahr.

Unterschied zwischen Trennung und Scheidung

Du solltest auf jeden Fall zwischen Trennung und Scheidung unterscheiden. Dieser Unterschied ist auch im juristischen Sinne von Bedeutung. Das heisst, die Rechten und Pflichten unterscheiden sich in beiden Fällen.

Eine Trennung muss nicht endgültig sein. In manchen Fällen kann die Trennung lange andauern, ohne dass sich die Ehepartner versöhnen. Aber auch ohne eine Scheidung eingereicht wird.

In anderen Fällen ist eine Trennung mit der letzten Phase vor der Scheidung gleichzusetzen. In diesem Fall ist die Scheidung von einem oder von beiden Ehepartner erwünscht.

Grundsätzliches über die Trennung

Das Einhalten des Trennungsjahres ist Voraussetzung für den Scheidungsantrag. Jeder Ehegatte darf nach Ablauf des Trennungsjahres die Scheidung einreichen.

Das Trennungsjahr braucht man nicht anzumelden oder bei Gericht zu beantragen. Es reicht, wenn das Anfangsdatum notiert wird.

Das Trennungsjahr sollte als “Bedenkzeit” genutzt werden.

Während der Trennung sind viele Grundsätze, die für eine Ehe gelten, weiterhin zu beachten. Zum Beispiel, dass beide Ehepartner füreinander verantwortlich sind.

Das hat zur Folge, dass der unterhaltsberechtigte Ehepartner nicht unter der Trennung leiden sollte. Der Unterhalt muss in gleichem Maße wie vorher geleistet werden.

Damit man in rechtlichem Sinne von einer Trennung sprechen kann, sollten bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Wenn diese nicht gegeben sind, greifen die entsprechenden Regelungen natürlich nicht! Eine Trennung liegt vor, wenn:

  • Beide Eheteile (Partner) nicht mehr einen gemeinsamen Haushalt führen.
  • Beide Eheteile unabhängig voneinander selbständig ihre Lebensführung gestalten.
  • Eine räumliche Trennung sichergestellt ist. Auch wenn beide Ex-Partner die Ehewohnung teilen, muss diese räumliche Trennung möglich sein.

Im Zweifelsfall prüft das Gericht die Situation beider Partner und entscheidet darüber, wer bleiben kann und wer ausziehen muss.

Die Ehepartner sollten damit rechnen, dass ihre Aussagen zum Verlauf des Trennungsjahr miteinander inhaltlich verglichen werden. Das Familiengericht prüft im Normalfall die tatsächlichen Umstände während des Trennungsjahres nicht. Es verlässt sich vielmehr auf die Aussagen beider Ehepartner.

Sollte es Unstimmigkeiten in den jeweiligen Aussagen geben, kann das die anschließende Scheidung erschweren.

Verändert die Trennung rechtlich überhaupt etwas am Ehestatus?

Ein klares JA! Man kann bei einer Trennung viele Dinge neu regeln. Zum Beispiel:

  • Wie und von wem die Ehewohnung genutzt wird.
  • Wer unterhaltsberechtigt ist und wer den Unterhalt leisten muss.
  • Wie das Vermögen aufgeteilt wird.
  • Wer welche Schulden trägt und wie sie aufgeteilt werden.
  • Wie und von wem der Unterhalt der Kinder sichergestellt wird.
  • Wer wieviel Zeit mit den Kindern verbringen kann.

Wie werden Wohnung, Auto und Hausrat aufgeteilt?

  • Als Erstes sollten die Ehepartner versuchen, eine einvernehmliche Regelung zu treffen.
  • Am Besten sollte diese Regelung schriftlich festgehalten werden. Und von beiden Seiten unterschrieben werden.
  • Darin sollte die Nutzung von Wohnungen, PKW und anderen gemeinsamen Gegenständen vereinbart werden.
  • Jeder Ehepartner kann verlangen, dass ihm ein Teil der Ehewohnung zur alleinigen Nutzung überlassen wird.
  • Diese Regelungen beziehen sich dennoch nur auf die Phase der Trennung.
  • Sie haben keinen Einfluss auf die Aufteilung von Immobilien, PKW und so weiter nach der Scheidung.
  • Es ist empfehlenswert, zum Zwecke der Aufteilung, eine Liste aller wertvollen Gegenstände im Haushalt zu erstellen. Gegenstände, die einem Ehegatten vor der Ehe gehörten, bleiben weiterhin sein Eigentum. Diese Gegenstände werden nicht mit aufgelistet.
  • Der Wert aller gemeinsamen Gegenstände wird geschätzt und in Euro als Gesamtsumme berechnet. Wessen Gegenstände nach der Aufteilung insgesamt einen geringeren Wert haben, der sollte von dem Anderen einen entsprechenden Ausgleich bekommen.
  • Auch das Gericht kann die Aufteilung übernehmen.
  • Der Gerichtsbeschluss ist nur für das Trennungsjahr geltend. Die Aufteilung der gemeinsamen Besitztümer inklusive der Wohnung kann nach der Scheidung völlig anders ausfallen!

Trennung und Rechte der Frau

  • Die Frau hat während des Trennungsjahres Rechte an der Wohnung, in der sie während der Ehe zusammen mit dem Partner gelebt hat! Das trifft auch dann zu, wenn die Wohnung alleiniges Eigentum des Ex-Partners ist.
  • Der wirtschaftlich schwächere Partner ist im Trennungsjahr unterhaltsberechtigt. Unabhängig von den Gründen, die zur Trennung geführt haben.
  • Die Partnerin hat nur dann Anspruch, wenn ihr Einkommen geringer ist als das Einkommen des Partners. Die Leistungsfähigkeit der Partnerin spielt bei der Berechnung des Unterhalts eine wichtige Rolle!
  • Der Trennungsunterhalt dient dem Zweck, dass der wirtschaftlich schwächere Partner mit der neuen Situation zurechtkommen kann.
  • Die Frau hat ein Recht auf Unterhalt im Trennungsjahr, auch wenn sie während der Ehe nicht berufstätig oder nur in Teilzeit berufstätig war.
  • Die Höhe des Unterhalts kann man ungefähr berechnen, indem die Differenz zwischen den Arbeitseinkommen der Eheleute durch zwei geteilt wird.
  • Bei der Berechnung wird ein Siebtel des Monatsgehaltes des Mannes wird nicht berücksichtigt. Diesen Einkommensanteil darf er ohne Weiteres für sich behalten. Das Siebtel gilt als Bonus für den berufstätigen Partner.
  • Das Einkommens des “Versorgers” sollte noch von einigen “Belastungen” bereinigt werden, z.B. wenn er Darlehen abbezahlt, die in Zusammenhang mit der Ehe oder mit seinem Beruf stehen.
  • Wenn die Partnerin während der Ehe nur in Teilzeit gearbeitet hat, darf dies im Trennungsjahr weiterhin so bleiben.
  • Die Ehefrau sollte in dieser Phase aber Vorbereitungen treffen, um nach Ablauf des Jahrs ihre Arbeitszeit zu erhöhen. Eventuell auch in verhältnis zu wechseln.
  • Der Trennungsunterhalt muss monatlich im Voraus entrichtet werden. Der Trennungsunterhalt wird nur solange gezahlt bis die Scheidung rechtskräftig wird!

Trennung und Rechte vom Mann

  • Der Mann hat während des Trennungsjahres ebenfalls Rechte an der Wohnung, in der er während der Ehe zusammen mit seiner Ex-Partnerin gelebt hat!
  • Der Mann hat weiterhin das Recht, sein Arbeitseinkommen auf sein persönliches Konto zu bekommen.
  • Der Mann hat das Recht auf den Umgang mit den Kindern, wenn nach der Trennung die Betreuung und Pflege der gemeinsamen Kinder von der Mutter ausgeübt werden.
  • Der Mann bekommt mit der Trennung das Recht eine konkrete Regelung bezüglich der gemeinsamen Wohnung zu fordern. Unter gemeinsame Wohnung ist die Wohnung oder das Haus zu verstehen, in dem die Partner zuletzt zusammen gelebt haben.
  • Der Mann kann das alleinige Sorgerecht für die Kinder beantragen, wenn er der Auffassung ist, dass die Kinder bei der Mutter zu verwahrlosen drohen.

Pflichten Vater nach Trennung

Wenn von Pflichten des Vaters die Rede ist, ist im rechtlichen Sinne der Versorger der Familie gemeint.

  • Wichtige Entscheidungen, wie zum Beispiel Schulwahl, sollte der Vater mit der Mutter der Kinder im Voraus klären.
  • Der Vater hat unabhängig vom Sorgerecht das Recht und die Pflicht auf den Umgang mit den Kindern. Dazu gehört der regelmäßige Kontakt.
  • Der Vater hat die Pflicht, Änderungen an seinem Einkommen mitzuteilen.
  • Der Vater sollte sich bereit zeigen, in Kontakt mit der Mutter zu bleiben. Es könnte zu einem Entzug des Sorgerechts kommen, wenn sich der Vater der Kommunikation mit der Mutter vollständig verweigert und umgekehrt.
  • Der Vater hat Kindesunterhalt zu entrichten, wenn sein Einkommen höher ist, als das Einkommen der Mutter.

Rechte der Mutter bei Trennung

  • Die Mutter bekommt mit der Trennung das Recht, das Kindergeld zu erhalten, wenn sie die Kinder betreut. Dies sollte bei der Kindergeldkasse beantragt werden.
  • Sollte der Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht des Kindes zugesprochen werden, darf sie eigenverantwortlich den Wohnort des Kindes entscheiden.
  • Die Mutter bekommt mit der Trennung das Recht, Kindesunterhalt zu fordern, wenn sie die Kinder betreut.
  • Die Mutter bekommt mit der Trennung ebenfalls das Recht eine Regelung über die gemeinsame Wohnung und die Aufteilung des Hausrats zu fordern.
  • Die Mutter bekommt automatisch das alleinige Sorgerecht, sofern sie nicht mit dem Vater verheiratet ist und der Vater nach der Geburt des Kindes das Sorgerecht nicht beantragt hat.

Was beachten bei Trennung mit Kindern – Rechte bei Trennung mit Kind?

  • Das Kind hat lediglich das Recht auf den Umgang mit dem anderen Elternteil. Es ist aber nicht dazu verpflichtet und kann eventuell auch darauf verzichten.
  • Beide Eheteile haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis der Kinder zum anderen Elternteil erschwert.
  • Gemeinsame Unternehmungen mit den Kindern während des Trennungsjahres sind nur eingeschränkt erlaubt.
  • Die Ehepartner sollten in einer Liste festhalten, wer welche Anteile der Betreuung der Pflege übernimmt. Zum Beispiel wer den Kindern bei den Hausaufgaben hilft. Oder wer sie beispielsweise zur Schule fährt. Ein Zeitplan ist dabei ebenfalls sinnvoll.
  • Andernfalls kann das Familiengericht über ein alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht entscheiden.

Wer muss ausziehen bei Trennung mit Kindern?

  • Die Eltern sollten auch hier zunächst versuchen sich einvernehmlich zu einigen.
  • Da beide Elternteile das gemeinsame Sorgerecht teilen, muss keines der Elternteile ausziehen, sofern eine räumliche Trennung in der Wohnung gegeben ist, die sogenannte “Trennung von Tisch und Bett”.
  • Wenn ein Elternteil auszieht oder der alleinige Sorgerecht auf den anderen Elternteil übertragen wird, bleibt das Umgangsrecht davon unberührt.

Fragen bei Trennung mit Kind

  • Haben beide Elternteile automatisch das Sorgerecht?Sofern Mutter und Vater verheiratet sind, haben sie ein gemeinsames Sorgerecht.
  • Können auch andere Personen nach der Scheidung sorgeberechtigt sein?Ja, das Sorgerecht kann nach der Scheidung in bestimmten Fällen auch auf andere Personen übertragen werden, zum Beispiel auf Großeltern oder neue Partner der Ehegatten.
  • Wie soll ich am Besten den Kindern die Nachricht über die bevorstehende Scheidung beibringen?Man sollte die Kinder auf keinen Fall in Loyalitätskonflikte einbeziehen. Zum Beispiel, indem man sich negativ über den Ex-Partner äußert. Oder ihm gar die Schuld für die Scheidung gibt.

    Das kann sowohl die Kinder traumatisieren als auch den späteren Scheidungsverlauf ungünstig beeinflussen. Denn es stellt ein Verstoß gegen die Wohlverhaltensklausel dar, da es das Verhältnis zum anderen Elternteil beeinträchtigt.

    Die Nachricht sollte den Kindern am Besten kurz und neutral sowie ohne Schuldzuweisungen beigebracht werden.

  • Wie soll mich auf Fragen der Kinder vorbereiten, was die Situation nach der Scheidung angeht?Es ist sinnvoll, dass beide Elternteile, die wichtigen Fragen als Erstes unter sich klären, zum Beispiel die Wohnsituation nach der Scheidung. Dann kann das den Kindern kurz und schonend mitgeteilt werden.
  • Ab wann haben Kinder ein Mitbestimmungsrecht bezüglich des Sorgerechts?Grundsätzlich haben die Aussagen der Kinder in jedem Alter ein besonderes Gewicht im Gericht. Ab 5 Jahren werden die Kinder befragt, ab 14 Jahren können sie der Übertragung des Sorgerechts widersprechen.

Pflichten eines Vaters mit Sorgerecht

  • Zwischen Umgangsrecht und Sorgerecht bestehen wesentliche Unterschiede. Das Umgangsrecht regelt den gegenseitigen Kontakt Vater-Kind. Das Sorgerecht beinhaltet auch die Versorgung des Kindes.
  • Zu den Pflichten des Vaters gehören Ernährung, Versorgung und das Treffen von Entscheidungen bezüglich schulischen und gesundheitlichen Fragen des Kindes.
  • Wenn die Eltern nicht verheiratet sind, hat der Vater nach den Geburt der Kinder das Sorgerecht zu beantragen. Hat er es versäumt und die Eltern haben sich getrennt, bleibt das alleinige Sorgerecht bei der Mutter.
  • Der Vater mit Sorgerecht ist verpflichtet auf Anforderung der Mutter, Auskunft über die Verhältnisse der Kinder zu erteilen. Das können zum Beispiel Fotos der Kinder sein, Zeugniskopien über Schulleistungen, Entwicklungsberichte, Angaben über Interessen und Gesundheit sein.
  • Eine Ausnahme von dem Auskunftsanspruch über das Wohlergehen der Kinder gibt es nur dann, wenn diese Auskunft dem Kindeswohl widersprechen könnte.

Fazit

 

Eine Scheidung ist für alle Parteien anstrengend und besonders für die Kinder schwer nachzuvollziehen. Wie du siehst, gibt es während der Trennung jede Menge zu beachten, damit die spätere Scheidung ohne Probleme verläuft. Wenn du dich an den Regeln hältst, wird es gewiss möglich sein, den neuen Lebensabschnitt für alle Betroffenen fair zu gestalten!

Gibt es bestimmte Rechte als Frau bei Trennung und Scheidung?

Bevor wir auf diese Frage genauer eingehen, wollen wir erst einmal die Begriffe genau definieren – wie dies der Gesetzgeber getan hat. Viele entscheiden sich in diesem Zusammenhang erst einmal für eine Trennung ohne Scheidung – auch, weil sie der Ansicht sind, dass dies finanzielle Vorteile mit sich bringt. Wie aber ist eine Trennung ohne Scheidung definiert?

„Gemeint ist damit, dass Personen, die vorhaben, sich trotz Trennung aus unterschiedlichen Gründen, seien sie finanzieller oder privater Art, nicht scheiden lassen. Im Familienrecht ist darunter die Auflösung der ehelichen Lebensgemeinschaft gemeint, jedoch ohne dass ein Familiengericht zuvor die Ehe durch einen Scheidungsbeschluss rechtskräftig aufgelöst hat. Eine gesetzliche Regelung für die Trennung ohne Scheidung besteht jedoch nicht.“

Eine Trennung liegt laut Gesetzgeber also dann vor, “ wenn die Ehegatten getrennt leben und zumindest ein Ehegatte die eheliche Lebensgemeinschaft erkennbar nicht wiederherstellen will, weil er dies ablehnt. Die Eheleute leben getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft mehr vorliegt. Dies kann auch vorliegen, wenn beide noch in der gemeinsamen ehelichen Wohnung wohnen. Allerdings bedarf es dann getrennter Schlafzimmer und Haushalte.“

Und was ist mit der Scheidung? Sie „geht weiter als die Trennung. Sie ist die rechtlich formelle Auflösung der Ehe durch gerichtliche Entscheidung in Form eines Scheidungsbeschlusses vom Familiengericht. Die durch die Ehe „gewonnenen“ Vergünstigungen gehen auch nach der Trennung nicht konditionslos weiter. Denn bereits die Trennung ohne Scheidung hat auf einige Bereiche Einfluss.“

 

Es kommt in der Hinsicht NICHT darauf an, ob man eine Frau oder ein Mann ist – sondern, wer der wirtschaftlich leistungsfähigere und stärkere Part ist. Davon hängt ab, wer wie viel Unterhalt zahlen muss – und wie lange.

So ist es beispielsweise möglich, dass derjenige Ehepartner, der nicht erwerbstätig ist bzw.. kaum etwas verdient, über den Anderen mitversichert bleibt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Trennungsunterhalt: Dieser ist in $ 1361 BGB geregelt. Und steht demjenigen Ehepartner, der bis zu einer endgültigen Scheidung weniger verdient, in jedem Fall zu. Dieses Recht kann auch nicht durch eine schriftliche Verzichtserklärung aufgegeben werden – im Gegensatz übrigens zum Ehegattenunerhalt.

Wer muss ausziehen bei Trennung mit Kindern?

Schon nach dem Aus der Beziehung ist ein Kindesunterhalt zu zahlen – je nach Konstellation. Doch gibt es die Möglichkeit, weiterhin gemeinsam in der Wohnung oder im Haus zu bleiben – sofern eine getrennte Haushaltsführung besteht. (Es darf also nicht gemeinsam gegessen oder ferngesehen werden, als Beispiel.) In solch einem Fall kann der Kindesunterhalt auch durch Erziehung und Pflege erbracht werden.

Ist einer der beiden ausgezogen und leistet keinen Anteil an der Erziehung und Pflege, ist er zum Zahlen verpflichtet. Wie hoch genau dieser Unterhalt ausfällt, lässt sich in der sogenannten Düsseldorfer Tabelle nachlesen. Bei diesen Richtwerten werden Anzahl der Kinder, deren Alter und natürlich das Einkommen mit berücksichtigt. Dabei besteht der Kindesunterhalt vorrangig vor jeglichen anderen Verpflichtungen in Sachen Unterhalt und Ausgleich.

Doch erst einmal möchten wir Dich auf dieser Seite sehr herzlich willkommen heißen – wir freuen uns, dass Du zu uns gefunden hast! Bei uns bist Du genau richtig, wenn Du Antworten auf Fragen rund um den Trennungsunterhalt suchst. Denn mit diesem Thema beschäftigen wir uns nun schon seit mehren Jahren!

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    1. Wann Trennungsunterhalt?

Laut § 1361 BGB hat der wirtschaftlich schwächere Eheteil Anspruch auf Unterhaltsleistungen. Diese sind übrigens unabhängig von den vorliegenden Trennungsgründen zu zahlen! Dafür entscheidend ist natürlich, dass die gemeinsame Führung des Haushalts eingestellt wird. Und dass beide Ex Partner nun einen Lebenswandel führen, der unabhängig voneinander ist.

Weitere Faktoren in Sachen Unterhaltsanspruch sind:

      1. Wie viel Trennungsunterhalt?

Der Gesetzgeber stellt den Unterhaltsanspruch auf die jeweiligen Lebensverhältnisse sowie die Erwerbs- und Vermögensverhältnisse ab. Das bedeutet: Der Trennungsunterhalt ergibt sich aus dem jeweiligen Einkommen und dem Vermögen. Der Anspruch ist dabei auf eine Geldrente gerichtet, die monatlich im Voraus gezahlt werden muss.

Hintergrund des Ganzen ist übrigens, dass dem Ehegatten, der unterhaltsbedürftig ist, die Möglichkeit eingeräumt wird, das Leben erst einmal neu zu ordnen und eigenverantwortlich agieren zu können.

    1. Was sagt der Trennungsunterhalt Rechner?

Doch wie viel muss nun gezahlt werden? Das hängt, wie oben bereits beschrieben, von dem jeweiligen Einkommen und dem Vermögen ab. Die Grenze der Leistungsfähigkeit wird dabei von dem sogenannten Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen, also dem Eigenbedarf, gebildet. Dieser liegt bei 1.200 Euro monatlich. Zudem müssen 3/7 des Nettoeinkommens als Trennungsunterhalt gezahlt werden. Vorher sind noch 5 % Pauschalbeitrag für berufsbedingte Aufwendungen abzuziehen. Ehebedingte Darlehen, also Darlehen, die während der Ehe aufgenommen wurden, können zudem vom Einkommen abgesetzt werden.

An zwei Beispielen wollen wir dies kurz deutlicher machen:

  • monatliches Nettoeinkommen des Ehemannes: 2.000 Euro

  • monatliches Nettoeinkommen der Ehefrau: 0 Euro

  • Kredit mit monatlichen Raten in Höhe von 250 Euro

Monatliches Netto mit

2.000 €

Minus 5 % berufsbedingte Aufwendungen

100 €

Zwischensumme:

1.900 €

minus Darlehen

250 €

anrechnungsfähiges Netto

1.650 €

Anteil der Ehefrau (3/7)

707 €

Allerdings wird sie hiervon nur 450 Euro erhalten, da die Selbstbehaltsgrenze in Höhe von 1.200 Euro eingehalten werden muss.

    1. Trennungsunterhalt – wie lange?

Eine Sache ist von ganz entscheidender Bedeutung: Sobald die Scheidung rechtskräftig wird, entfällt der Anspruch auf den Trennungsunterhalt! Danach kann eventuell noch der nacheheliche Unterhalt (Geschiedenenunterhalt) gewährt werden. Die Modalitäten sind ähnlich wie beim Trennungsunterhalt. Genaueres kann Dir aber der zuständige Anwalt oder eine andere Fachstelle sagen. Informiere Dich am besten genau, wie es in Deinem Fall aussieht! Eine gute Anlaufstelle sind auch unabhängige Beratungen, die Dir erste hilfreiche Informationen bieten und Dir auch gute Experten empfehlen können.

Wir hoffen, dass Dir unser Beitrag einen ersten Überblick verschaffen konnte! Und dass Du in Sachen Trennungsunterhalt nun ein wenig besser Bescheid weißt. Du willst das Thema noch vertiefen? Dann trage Dich gleich heute noch für unseren gratis Newsletter ein – mit nur einem Klick auf den Link bist Du dabei!