» Kontaktsperre einleiten und ankündigen

Eine Kontaktsperre ist nicht nur der letzte Ausweg, sie kann auch eine letzte Chance sein. Dabei kommt es aber darauf an, wie diese Formuliert wird. Ein Falscher Ausdruck, ein negatives Kommentar, kann schon alles zunichte machen. Hier erfährst Du in allen Einzelheiten, wie Du eine Kontaktsperre einleitest.

Du kannst…

1. … nachlesen welche Methode für welchen Fall geeignet ist.
2. … was Du beim Schreiben und Zustellen unbedingt beachten musst.
3. … wie Du mit einer Vorlage eine persönliche Kontaktsperre erstellst
4. … welche Fehler Du unbedingt vermeiden musst.


Am Ende kann dies dazu führen, dass ihr noch einmal zusammenfindet. Mach Dir aber auch immer Klar, dass es keine Garantie in diesem Leben gibt.

Kontaktsperre einleiten und ankündigen – so gehst du vor – wie leite ich eine Kontaktsperre ein

Eine Kontaktsperre kann manchmal der einzige Weg sein. Doch es ist nicht leicht, eine solche in die Wege zu leiten. Die meisten wissen nicht, wie sie in diesem Punkt vorgehen sollen, ohne den anderen zu verletzen. Zugegeben ist es nicht ganz einfach, diesen Schritt zu unternehmen.

Hier möchte ich Dir zeigen, wie du am besten eine Kontaktsperre auf den Weg bringst. Dabei geht es darum, den anderen nicht zusätzlich zu kränken oder durch Vorwürfe in tiefe Trauer zu stürzen. Alles was Du dazu beachten musst, erfährst Du hier.

So wollen wir uns mit den Methoden beschäftigen, wie Du eine solche am besten aussprichst. Hier gibt es verschiedenen Wege, die jeweils für bestimmte Situationen geeignet sind.Dabei kommt es immer darauf an, wie die Situation zwischen Dir und der anderen Person ist und wie lange bereits kein Gespräch oder Kontakt mehr stattgefunden hat.

Mit den folgenden Schritten erhältst Du eine genaue Anleitung, wie Du alles richtig machen kannst. Natürlich gibt es keine Garantie, denn eine solche Sperre kann auch immer ins Negative verkehrt werden. Allerdings kann daraus auch eine neue Chance entstehen.

Kontaktsperre einleiten per Brief

Eine Kontaktsperre per Brief einzuleiten ist wohl die probateste Methode die Du anwenden kannst. Der Brief ist neben dem persönlichen Gespräch die direkteste Form die Du anwenden kannst. Dabei bietet ein Blatt Papier ausreichend Platz, um alles genau zu formulieren.

Doch auch bei einem Brief gibt es einige Dinge zu beachten. Es handelt sich hier quasi um eine sehr förmliche Zustellung, die immer dazu dient, eine längere Kontaktsperre zu veranlassen. Was Du dabei beachten musst, erkläre ich Dir ausführlich hier. So kannst Du alles in klaren Worten Formulieren. Schließlich ist es Dein Anliegen, dass man dich am Ende auch versteht.

Wann solltest du eine Kontaktsperre per Brief einleiten?

Die erste Frage stellt sich darin, wann man eine Kontaktsperre per Brief einleiten sollte. Hier gibt es klare Regeln. Ein Brief ist sehr förmlich und sagt schon aus, dass ihr länger nicht mehr sehen werdet.

Daher solltest Du eine Kontaktsperre per Brief nur dann einleiten, wenn die Kontaktsperre mindestens einen Monat betragen soll. Meist handelt es sich auch um sehr viel längere Zeitspannen.

So kannst Du in dem Brief auch eine endgültige Kontaktsperre veranlassen. Diese sollte man niemals nur Per SMS oder Mail aussprechen, denn dies ist sehr unpersönlich. Es könnte den betreffenden in jedem Fall verletzen. Allerdings müssen zu diesem Zweck auch die richtigen Worte gefunden werden.

Warum?

Doch warum ist der Brief dabei so wichtig? Es handelt sich einfach um einen sehr förmlichen Weg. Es zeigt, dass Du die Kontaktsperre sehr ernst meinst. SMS oder andere Kommunikationsmedien besitzen einfach nicht den gleichen Nachdruck.

Als Beispiel: Dies ist auch der Grund, warum Ämter oder andere Behörden alles auf postalischen Wege zustellen. Hierdurch wird einer Angelegenheit ein offizieller Charakter verliehen. Das Gleiche erreichst Du mit einer Kontaktsperre per Brief.

Es handelt sich um ein Dokument, dass nicht einfach ignoriert oder gelöscht werden kann. Eine SMS kann vernichtet werden, bevor man sie überhaupt liest. Eine Mail kann in den Abfalleimer geschoben werden, noch bevor man diese öffnet.

Sicherlich kann ein Brief auch weggeworfen werden, aber nur die wenigsten werden dies tun. Daher ist dies der ideale Weg, um eine solche Kontaktsperre zu verkünden. Zudem zeigst Du damit eine sehr erwachsene Haltung, was auch Respekt vor dem anderen beweist.

Wie leite ich eine Kontaktsperre per Brief ein?

1.) Stell sicher, dass er/sie diesen Brief auch bekommt

Zuerst musst Du sicherstellen, dass der Andere den Brief auch erhält. Kannst Du das Schreiben persönlich einwerfen, dann nutze diese Möglichkeit. Alternativ kannst Du auch ein Einschreiben verwenden, wenn die Person weiter weg wohnt oder ansonsten nicht anderes erreicht werden kann.

2.) Halte dich unbedingt kurz. 500 Wörter sind das absolute Maximum!

Auf keinen Fall solltest Du seitenweise Text schreiben. 500 Wörter sind mehr als Ausreichend und das absolute Maximum. Diese Menge an Text überfordert den anderen nicht und bietet ausreichend Spielraum, um die eigenen Beweggründe und Gefühle zu formulieren.

3.) Sprich niemals Probleme an oder mache Vorwürfe! Es ist maßgeblich, dass du einen möglichst guten Eindruck hinterlässt.

Sprich auf keinen Fall die Probleme an, die ihr hattet oder habt. Jetzt ist keine Zeit für Vorwürfe, sondern für Klarstellungen. Formuliere diese sog genau wie möglich, damit für den anderen keine Fragen mehr offen bleiben.

5.) Sprich niemals über ihn oder sie! Sondern immer über dich!

Sprich immer nur von Dir selber. Über den Anderen oder von ihm zu reden gehört sich auch in einem solchen Brief nicht. Mach Deine eigenen Gefühle klar und warum Du Dich für diesen Schritt entschieden hast. Bringe den andere nicht in Bedrängnis.

6.) Lass durchsickern, dass ihr euch ggf niemals wieder sehen werdet – und du jetzt über alles nachdenken musst.

Lass den Anderen nicht darüber im Unklaren, dass ihr euch vielleicht nie wieder sehen werdet. Mach klar, dass Du Zeit zum nachdenken benötigst und eine Entscheidung von Dir noch nicht getroffen wurde.

Warum sind diese Punkte wichtig?

Sollte der oder die Andere als Erstes den Impuls bekommen Dich nicht wiedersehen zu wollen, kann dies eine große Sehnsucht auslösen. Dies kann für Dich sehr schmerzhaft sein und dies solltest Du in jedem Fall verhindern.

Zudem kannst Du mit dem Brief einen guten Eindruck hinterlassen. Dies macht es einfacher, in der Zeit nach Sperre wieder miteinander zu kommunizieren. Bleibst Du zudem ehrlich, zeigst Du dass Du immer bei Dir selbst bleibst.

Es ist zudem sehr wichtig, dass Du nur über Dich redest. Hierdurch beginnst DU nicht zu indoktrinieren. Somit kann er oder sie seine eigenen Gefühle erkunden und hat später die Möglichkeit, auch über sich selbst zu reden. Dies schafft Raum für Konversationen.

Kontaktsperre einleiten per Sms, WhatsApp oder eMail

Eine Kontaktsperre kann auch per SMS erfolgen. Allerdings solltest Du diesen Weg nur Wählen, wenn die Sperre einen Monat oder kürzer andauern soll. Bei längeren Kontaktsperren wirkt dieser Weg einfach nur lieblos. Zudem ist es sehr unpersönlich und dies kann erheblich verletzen.

Daher solltest Du genau überlegen, wann Du diesen Weg nimmst und ob es Sinn macht. Im Zweifelsfall solltest Du lieber immer den Brief wählen. Bei diesem kannst Du weit wenige falsch machen. Zudem fühlt sich der oder die Andere dann nicht einfach vor den Kopf gestoßen.

Allerdings musst Du auch bei einer SMS einiges beachten. So kommt es auf eine gute Formulierung an. Zudem gilt, dass bei einem solchen Medium die Kürze der wichtigste Aspekt ist.

Was ist bei einer Kontaktsperre per eMail oder SMS wichtig?

In jedem Fall solltest Du bei einer Kontaktsperre per SMS oder Mail einen positiven Eindruck hinterlassen. Du kannst ruhig mit einer sehr netten Anrede beginnen. Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass gleich Vorwürfe auf den Betreffenden einhageln.

Wichtig bei diesen Medien ist, dass Du die Nachricht kurz hältst. Beschränke dich auf das wesentliche, denn dies ist die Natur einer SMS oder einer Mail. Bringe alles was dich bewegt eindeutig auf den Punkt, ohne dabei aber hart oder Kühl zu wirken.

Bringe in einem kurzen Text auch alle Punkte unter, die in einem Brief von Bedeutung sind. Straffe Sie nur etwas, um sie besser an das Format anzupassen und die Fakten noch genauer in den Vordergrund zu stellen.

Hier musst Du nicht unbedingt erwähnen, dass die Kontaktsperre auch für immer sein könnte. Eine SMS ist eher etwas kurzfristiges, sodass Du Dir und dem Anderen einen Weg für eine schnelle erneute Kontaktaufnahme offen lässt.

Vorlage für Brief, SMS oder eMail

An dieser Stelle sei noch einmal der Hinweis angebracht, dass eine Nachricht per SMS oder Mail deutlich kürzer ausfallen kann. Du kannst die folgende Vorlage entsprechend anpassen und dann auch für diese Zwecke verwenden.
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Liebe/r ..

Abschnitt 1:

An dieser Stelle sind positive Erinnerungen angebracht. Berichte von alten Zeiten und hole schöne Erinnerungen ala … damals als wie an diesem See waren, war alles so Traumhaft … hervor. Sorge für ein entspanntes Klima und eine beruhigte Atmosphäre.

Gehe hier ruhig auf die schönsten gemeinsamen Momente ein, denn dies ist wirklich authentisch. So wirst Du dann auch beim Schreiben erscheinen. Deine Worte erhalten mehr Gewicht, da sie wirklich aus dem herzen kommen.

Abschnitt 2:

Erkläre nun die heutige Situation. Frage dich selbst was passiert ist und formuliere dies in Deinem Schreiben. Beispiel: Warum alles so gekommen ist, kann ich nicht sagen!
Versuche keine konkrete Erklärung abzugeben, denn dies könnte den anderen beeinflussen.

Verhalte Dich auch hier immer positiv zum ihm oder ihr und mache niemals Vorwürfe. Du kannst dies auch in einem entsprechenden Satz formulieren. Weise niemandem die Schuld für das zu, was geschehen ist und verhalte Dich in diesem Punkt neutral.

Abschnitt 3:

Der folgende Satz könnte nun die Kontaktsperre einleiten:

Allerdings brauche ich jetzt etwas Zeit für mich, um über alles nachzudenken. Daher werde ich mich für … Tage/Monate etc. erst einmal nicht melden. Bitte respektiere diesen Wunsch und versuche auch nicht, Dich bei mir zu melden.

Ich kann auch passieren, dass ich den Entschluss fasse, dass wir uns für immer aus den Augen verlieren.

Lasse auch offen, ob Ihr euch wiedersehen werdet. Baue keine unüberwindlichen Mauern, indem Du Endgültigkeiten zementierst. Lasse Dir jede Entscheidung frei und sorge dabei dafür, dass auch der angesprochene sich seine eigenen Gedanken zu dem Thema machen kann.

Abschnitt 4:

Halte Dich hier besonders zurück. Erkläre kurz, warum Du den Abstand wirklich brauchst. Schweife dabei nicht ab, denn dies könnte Missverstanden und als Vorwurf interpretiert werden. Sie aber dennoch klar und halte Dich mit der Wahrheit nicht zurück.

Abschnitt 5:

Die Verabschiedung sollte nicht zu unpersönlich ausfallen. Schreibe dass Du Dir für den anderen nur das Beste wünschst und auch immer das Beste für ihn hoffen wirst. Mache deutlich, dass dies ein Abschied auf unbestimmte Zeit sein kann.

Dein Name …
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Muss ich eine Kontaktsperre ankündigen

In jedem Fall solltest Du eine Kontaktsperre ankündigen. Es ist sehr Respektlos, wenn Du dich einfach nicht mehr meldest, DU aber von der anderen Seite immer noch Nachrichten erhältst. Dabei stellst Du Dir am besten selbst die Frage, wie Du Dich fühlen würdest.

Stelle Dir vor, Dein Ex-Freund oder deine Ex-Freundin würden sich nicht bei dir melden. Du schreibst vielleicht mehrfach und erhältst keine Antwort. Dann nach einem Monat oder mehr, kommt eine Nachricht. Sicherlich fühlt sich dies nicht besonders gut an.

Der Betreffende könnte Denken:

1. Was für ein Idiot/blöde Tussi
2. Ich werde nicht mehr reagieren
3. Für mich ist die Person erledigt und ich blockiere alle Chancen für einen Neuanfang

Das Fazit

Wenn Du eine Kontaktsperre durchführen möchtest, ist dies nicht leicht. Du musst vieles beachten und schnell kann man sich auch in der Wortwahl vergreifen. Ruhe und Sachlichkeit sind hier die besten Hilfsmittel Ansonsten verbaust Du alle Chancen auf einen neuen Anfang.

Mache niemals Vorwürfe und spricht grundsätzlich nur von Deiner Lage. Nimm Dir zeit, aber gib dem anderen auch Zeit sich zu reflektieren. Schenke positive Gefühle, ohne die Wahrheit des Schmerzes zu verneinen. All dies wird der andere bei einer Kontaktsperre nachempfinden können.

Nutze die Zeit ohne Kontakt wirklich, um Dir über alles klar zu werden. Am Ende muss kein neuer Anfang stehen, es kann auch das unausweichliche Aus sein. Melde Dich erst, wenn Du Dir sicher bist und lasse Dir immer einen Spielraum die Sperre nochmals zu verlängern.

Wenn Du alles richtig gemacht hast, dann besteht die Chance, dass auch euch noch einmal etwas werden kann. Das Wichtigste ist: Bleibe auch beim Aufsetzen der Kontaktsperre immer Du selbst. Sei authentisch, denn sogar in Deinen geschriebenen Worten kann der andere dies spüren

Wie die Kontaktsperre ankündigen?

Viele entscheiden sich nach der Trennung, erst einmal KEINEN Kontakt zum oder zur Ex zu haben. Das macht aus mehreren Gründen sehr viel Sinn.

Zum einen, und das haben die Erfahrungen eindeutig gezeigt, ist es deutlich schwerer, die Trennung und den Liebeskummer zu verarbeiten, wenn man ständig befürchten muss, dem oder der Ex zu begegnen. Man kommt nicht zur Ruhe, bei jedem neuerlichen Wiedersehen oder auch „nur“ Telefonieren kommen bestimmte Erinnerungen wieder hoch – und mit ihnen all die Gefühle, die doch gerade erst abgeklungen waren.

Man verliert sich also selbst leicht wieder, gerade jetzt, in dieser schwierigen Phase unmittelbar nach dem Aus. Davor sollte man sich selbst schützen! Und eine Kontaktsperre einleiten.

Wie aber soll diese am besten angekündigt werden? Dafür gibt es drei Wege: entweder persönlich oder auf schriftlichem bzw. telefonischem Wege. Entscheide Dich für die Variante, die am besten für Dich ist, mit der Du Dich am sichersten fühlst.

Viele nehmen den schriftlichen Weg, da sie so ihre Gedanken ganz ungestört formulieren können und nicht befürchten müssen, dass der oder die Ex ihnen gewissermaßen „dazwischen grätscht“. Ihnen widerspricht oder die Kontaktsperre sofort rundheraus ablehnt. Das bringt viele aus dem Konzept. Daher ist der schriftliche Weg oftmals die sicherste Variante für einen selbst.

Lasse Dir ruhig ein wenig Zeit, diese Gedanken zu Papier zu bringen! Und übermittle sie ihm oder ihr dann, wenn Du weißt: Jetzt steht alles drin, was drin stehen sollte. Das Übermitteln kann per Mail oder per Post geschehen, ganz wie Du möchtest.

Bei einer Übermittlung face to face ist es wichtig, dass Du Dich nicht von Deiner Entscheidung abbringen lässt. Dass Du Dich nicht von den Einwänden beirren lässt, die vielleicht von seiner oder ihrer Seite aus kommen – und auch nicht von den Tränen und der Verzweiflung, die nun ebenfalls vielleicht vorkommen. Vielleicht versucht er oder sie auch, Dich zu überreden – bitte bleibe jedoch fest. Schließlich hast Du nach reiflicher Überlegung einen Entschluss gefasst von dem Du weißt: Er ist das Richtige für Dich. Und das ist nun das Wichtigste!

Kontaktsperre einleiten: SMS ja oder nein?

Immer wieder werden wir auch gefragt, ob eine Kontaktsperre auch per SMS eingeleitet werden kann. Wir sind von dieser Variante nicht sonderlich begeistert. Weil eine SMS eben nur begrenzt Platz bietet und daher schnell missverstanden werden kann. Besser ist es in diesem Fall, sich nicht durch eine Zeilenbegrenzung aufhalten zu lassen. Sondern sich Zeit und Platz zu geben, um die eigenen Gedanken zu formulieren. Und da ist eine Mail oder eben ein Brief doch besser geeignet.

Wie gesagt: Lasse Dir ruhig ein wenig Zeit, um die Zeilen festzuhalten. Gerne kannst Du Dir auch von einem guten Freund oder einer guten Freundin helfen lassen bei den Formulierungen. Überhaupt ist gerade jetzt Beistand und Hilfe eine gute Idee – das können wir Dir aus Erfahrung heraus sagen!

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