» Er weiß nicht, was er will – Kontaktsperre oder nicht?

Einleitung

Beziehungen sind ein heikles Thema. Ob man eine schmerzhafte Trennung durchgemacht hat, die Nähe zum Ex-Partner vermisst und ihn zurückgewinnen möchte oder er einfach nicht weiß, was er will, in jedem Fall besteht ein Interesse daran, diese Lage zu ändern.

Denn wer kennt diese Situation nicht?! Ich selbst habe sie durchgemacht und erfolgreich gemeistert, dank der Kontaktsperre.
Daher kann ich dir genau verraten, wie du richtig mit ihr umgehst und sie mit größtmöglichem Erfolg anwendest.

In diesem Beitrag werde ich dir

a) verraten, was eine Kontaktsperre überhaupt ist und welche Unterarten es gibt

b) erklären, ob eine Kontaktsperre in deinem Fall ratsam ist

und

c) zeigen, wie du entweder eine absolute oder gelockerte Kontaktsperre einsetzen kannst, um ihn wieder für dich zu gewinnen.

Er weiß nicht was er will – Kontaktsperre oder nicht



Wichtig für die erfolgreiche Verwendung der Kontaktsperre ist die genaue Anwendung der Taktik. Denn Kontaktsperre ist nicht gleich Kontaktsperre. Wenn du die Tipps dieses Beitrags nicht beachtest, kann ihr Einsatz letztendlich sogar schädlich sein!

Umso wichtiger ist es also, dass du genau auf diesen Ratgeber hörst und seine Anweisungen befolgst. Dann ist dir der Erfolg (fast) gewiss!

Wenn man liebt, dann liebt man

Es gilt erst einmal dieser Grundsatz: Wenn man liebt, dann liebt man! Das solltest auch du wissen, schließlich spürt man ganz stark, ob es sich bei den eigenen Gefühlen um Liebe handelt.

Und wer so klar fühlt, der weiß auch, was er will, unabhängig von anderen Umständen. Gegen diese Gefühle kann man sich nicht wehren, sie bestimmen das eigene Handeln jenseits von Rationalität.

Du baust also darauf, dass auch er von seinen Gefühlen geleitet wird und die Situation daher nicht vollständig kühl und kalkuliert angeht.

Ja, genau deswegen solltest du eine Kontaktsperre aufbauen!

Das ist also auch der Grund, aus dem die Kontaktsperre so wichtig ist und so gut funktionieren kann. Sie führt nämlich zu den folgenden Zuständen:

1. Du schaffst den Raum zum „Vermissen“

Wenn du dich ständig verfügbar machst, wie soll er dich dann vermissen?! Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „Willst du gelten, mach dich selten.“ Nur wenn du dich eben auch mal nicht verfügbar machst, wird er merken, was ihm an dir liegt. Hab also keine Angst davor, auf Abstand zu gehen!

Dies löst den Zustand aus, dass er dich überhaupt vermisst, und wenn das nicht passiert, ist er einfach nicht der Richtige! So appellierst du also entweder an seine Gefühle oder findest zumindest heraus, ob er all den Aufwand überhaupt wert ist.

2. Du zeigst, dass du nicht leicht zu haben bist!

Männer wollen stets das, was sie nicht haben können oder zumindest schwer zu erreichen ist.

Nutze diese Tatsache also für dich, zeige ihm, dass du auch unerreichbar sein kannst.
Diese Möglichkeit bzw. dieses Wissen ist unheimlich wichtig! Je mehr du dich seinem Kontakt entziehst, desto stärker wird sein Verlangen, mit dir zu reden!

Dies ist einer der einfachsten, aber auch wirkungsvollsten psychologischen Tricks. Außerdem steigert es dein Selbstwertgefühl, wenn er derjenige ist, der zuerst wieder Kontakt sucht!

3. Du kannst dich mehr auf dich konzentrieren!

Fokussiere dich einmal nur auf dich selbst! Kümmere dich um deine Angelegenheiten, was mit ihm und euch als Paar geschieht, soll kommen, wie es eben kommt. Und wenn es nicht sein soll, dann nehmen die Dinge ihren Lauf und du hast zumindest Klarheit.

Die richtige Art der Kontaktsperre anwenden!

Warum aber genau weiß er nicht, was will? Das musst du herausfinden, schließlich kommt es genau darauf bei der Auswahl der genauen Kontaktsperre an.

a) Die absolute Kontaktsperre

Wie der Name schon sagt, unterbrichst du den Kontakt bei dieser Variante vollständig! Für einen gewissen Zeitraum legst du jegliche Form der Kommunikation mit ihm auf Eis, sei es persönlich, via Schreiben oder Telefon, oder auch nur passiv, beispielsweise über einen Facebook-Status, der die Trennung oder Beziehungspause kommentiert oder zumindest darauf anspielt.

Die absolute Kontaktsperre wendest du an, wenn…

Er die Schuld am Zustand dieser Unklarheit trägt! Das heißt, wenn er nicht weiß, was er will und ihm dies vollständig selbst zuzuschreiben ist.

Sei es, dass er sich mit anderen Frauen trifft oder einfach nicht wirklich in dich verliebt ist, dich verletzt hat oder du ihn ganz einfach vergessen willst, beispielsweise nach einer unschönen Trennung.

Die absolute Kontaktsperre signalisiert ihm, dass du dir nicht alles gefallen lässt und er nicht einfach so mit dir umspringen kann, wie es ihm passt!

b) Die gelockerte Kontaktsperre

Für diese Art der Kontaktsperre ist es nicht notwendig, dass du den Kontakt vollkommen abbrichst. Vielmehr gehst du durchaus auf seine Avancen ein und spiegelst sie wieder, allerdings auf zurückhaltendere Weise.

Er soll merken, dass du reservierter bist und deine Antworten geringer ausfallen, sowohl hinsichtlich ihres Inhalts, ihrer Menge und der Intention von Gesprächen.

Die gelockerte Kontaktsperre wendest du an, wenn…

du die Schuld an der Situation trägst! Falls du ihn verletzt haben solltest, möglicherweise durch Fremdgehen oder anderes. Sofern seine Verunsicherung deinetwegen ausgelöst wurde, ziehst du nur die gelockerte Kontaktsperre zu Rate.

Indem du sein Verhalten widerspiegelst, erzeugst du keinen Druck oder eine falsche Erwartungshaltung. Vielmehr ermöglichst du ihm, das Tempo und die Richtung der Beziehung vorgeben zu können, sodass wieder eine Möglichkeit der Annäherung und des Vertrauens besteht.

Wichtige Regeln beachten!

Beiden Schritten gemeinsam ist, dass du gewisse Regeln zu beachten hast, um deinen Erfolg nicht zu gefährden.

Regel 1: Renne ihm nicht hinterher!

So machst du dich unattraktiv und verstößt direkt gegen das wichtigste Gebot, dich nicht allzeit verfügbar zu machen. Überlege nur selbst, wie lästig du es findest, wenn jemand dich ständig kontaktiert und dir keine Ruhe lässt.

Also gilt: Coolness bewahren, was auch der Grundstein für Regel 2 ist.

Regel 2: Grübel nicht, warum er so handelt

Zerbrich dir nicht den Kopf darüber, warum er so handelt, wie er es nun einmal tut. Letztendlich ist er der Einzige, der dir das verraten kann. Derartig im Trüben zu fischen, verschwendet nur deine Zeit und fordert dir einiges an Energie ab, ohne dich weiterzubringen.

Und sofern du sein Verhalten selbst zu verantworten hast, beispielsweise weil du fremdgegangen bist, dann kannst du die Situation ohnehin nicht durch Grübeln ändern, sondern musst auf die Kontaktsperre vertrauen.

Regel 3: Mach ihn nicht eifersüchtig

Wenn du ihn eifersüchtig machst, läufst du Gefahr, ihn zu verlieren. So kannst du zwar dein Selbstwertgefühl steigern, er wird aber merken, dass du eine Strategie an ihm ausprobierst oder zusätzlich verletzt werden, sodass er sich schnell anderweitig umschauen dürfte.

Besonders schädlich ist die Eifersuchtstaktik natürlich, wenn du ihm bereits fremdgegangen bist oder anderweitig verletzt hast.

Regel 4: Liebe dich und dein Leben!

Letztendlich ist es am wichtigsten, dass du mit dir selbst im Reinen bist. Denn nur, falls du dich selbst liebst, wird dich auch jemand anderes lieben. Dein Selbstwertgefühl wird auch von anderen wahrgenommen.

Arbeite zunächst also an der Liebe zu dir selbst. Dies macht dich zu einem begehrenswerteren Menschen, und außerdem lebst du so einfach glücklicher! Nimm dir Zeit für dich selbst, besinne dich auf deine Stärken und finde heraus, was dich überhaupt erst liebenswert macht.

Auch kannst du dich auf die Gründe besinnen, aus denen eure Beziehung problematisch verlaufen oder gar gescheitert ist. Somit eröffnest du dir einen neuen Blickwinkel auf dich selbst und deine Partnerschaft.

Die Dauer der Kontaktsperre

Wie lange aber sollte die Kontaktsperre tatsächlich dauern?

a) Zunächst spielt natürlich die Länge eurer Beziehung eine wichtige Rolle. Wer länger zusammen ist, kennt sich besser und verfügt meist auch über ein innigeres Vertrauensverhältnis. Die Länge der Beziehung übernimmst du nach der Dauer in Wochen bzw. Wochen umgerechnet auf Tage als Faktor in die Formel.

b) Die Intensität der Beziehung ist ebenfalls von großer Bedeutung. Oftmals kann sie sogar mehr über euch aussagen als die Länge der Partnerschaft, da manche Beziehungen, die erst seit kurzer Zeit bestehen, aber äußerst intensiv sind, stärker sind als langjährige, aber distanziertere.

Die Intensität der Beziehung berücksichtigst du mit einem gefühlten Faktor zwischen 1,0 und 2,0, wobei 1,0 eine geringe Intensität bedeutet.

c) Auch der Restkontakt, der zwischen euch noch besteht, ist entscheidend. Schließlich wirkt die Kontaktsperre umso härter, wenn ihr noch regelmäßig miteinander sprecht oder schreibt. Wenn ihr aber ohnehin kaum noch Kontakt pflegt, wird die Sperre auch dementsprechend weniger spürbar sein.

Diesen Faktor bewertest du ebenfalls nach Gefühl und beziehst ihn mit einem Wert zwischen 0,7 und 1,7 ein, aufsteigend von niedrigem Restkontakt mit dem Faktor 0,7 bis zu hohem Restkontakt mit dem Faktor 1,7.

Beispiel: Wenn eure Beziehung zwei Jahre anhielt (2 Wochen = 14 Tage), sehr intensiv war (Faktor 1,7) und ihr nur noch geringen Restkontakt pflegt (Faktor 1,0), wird die Dauer der Kontaktsperre folgendermaßen berechnet:

2 Wochen x 1,7 x, 1,0 = 23,8

Die Kontaktsperre sollte also 23,8 Tage andauern, aufgerundet also 24 Tage.
Dabei solltest du aber unbedingt im Hinterkopf behalten, das dies keine genaue Wissenschaft ist.

Vielmehr soll dir die Formel einen Anhaltspunkt für die Dauer der Kontaktsperre geben. Letztendlich musst du aber auf deine Gefühle hören. Wenn es dir falsch erscheint, die Kontaktsperre bereits zu brechen, obwohl du die von der Formel vorgegebene Anzahl an Tagen eingehalten hast, kannst du sie natürlich dennoch weiterhin aufrechterhalten.

Ebenso kannst du sie auch vorher abbrechen, wenn es sich für dich einfach richtig anfühlt.

Die Auflösung der Kontaktsperre

Die absolute Kontaktsperre wird mit einem ebenso klaren Schnitt aufgelöst, wie sie eingeführt wurde. Du kannst ihm mit einer einfachen Nachricht deutlich machen, dass ihr wieder Kontakt haben könnt. Dabei solltest du die Dauer der Sperre nach der obigen Formel allerdings würdigen, wenn du auch emotionalen Spielraum hierfür hast.

Die gelockerte Kontaktsperre aber kannst du durchaus fließend aufheben, beispielsweise indem du den Kontakt nach und nach wieder intensivierst.

Fazit

Die Anwendung der Kontaktsperre hilft dir einerseits dabei, herauszufinden, ob du ihn wirklich zurückgewinnen möchtest und die Beziehung eine Rettung verdient. Andererseits gewährt sie dir Zeit und Abstand, um zu ergründen, was dich als Partnerin wertvoll und liebenswert macht.

Denn genau das ist das oberste Gebot bei der Anwendung der Taktik: Die Liebe zu dir selbst. Mit etwas Distanz kannst du dich darauf besinnen, was dich begehrenswert macht, was du in eine Beziehung einbringen kannst und wie schön das Leben mit dir selbst, ganz ohne ihn, doch sein kann.

Darum gilt es, die Ruhe zu bewahren, nicht hektisch auf seine Antwort zu warten oder stets die Kontaktsperre auflösen zu wollen. Mit dem Selbstbewusstsein, dass er schon den ersten Schritt unternehmen wird, wenn ihm etwas an dir gelegen ist und die Beziehung zu retten ist, kannst du dich zurücklehnen und die Kontaktsperre genau nach dem in diesem Ratgeber beschriebenen Muster anwenden.

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