Abschiedsbrief an Exfreund oder Exfreundin

Abschiedsbrief an Exfreund oder Exfreundin

Du willst Dich von Deinem oder Deiner Ex verabschieden? Um auf diese Weise endlich los lassen zu können? Um endlich, endlich bereit zu sein für Neues?

Vielleicht kommt Dir jetzt der Gedanke, einen Abschiedsbrief an ihn oder sie zu schreiben. Doch wie solltest Du dabei vorgehen? Wie schreibt man eigentlich einen solchen Brief?


Du hast keine Ahnung. Und brauchst ein wenig Starthilfe, Inspiration… keine Sorge, dann bist Du hier genau richtig! Denn mit meiner Schritt für Schritt Anleitung sollte es Dir ein Leichtes sein, einen Abschiedsbrief an die Ex Freundin oder den Ex Freund zu verfassen.

Hier das Inhaltsverzeichnis:

1) Schritt für Schritt Anleitung, um einen guten Abschiedsbrief an den oder die Ex zu schreiben

2) und mein Fazit zu diesem Thema!

Wie kannst du am besten einen guten Abschiedsbrief an den oder die Ex schreiben?

Da liegt dieses weiße Blatt Papier vor Dir. Und es will sich einfach nicht füllen. Egal, wie sehr Du Dich anstrengst. Der Kopf ist leer. Und das Blatt ebenso… Keine Frage: Du brauchst eine Anleitung! Und hier ist sie..

Schritt 1 schreibe alles auf , was dir einfällt

Es ist wichtig zuerst in einen…

  • Schreibfluss rein zu kommen! Und Dich nicht zu sehr zu verkrampfen. Denn eines ist sicher: Je mehr Du Dich anstrengst, um genau die richtigen Worte zu finden (was auch immer „richtig“ bedeuten mag), umso weniger wirst Du zuwege bringen. Daher: Schreibe einfach alles auf, was Dir gerade einfällt.

Dabei musst nicht alles verwenden!

Setzte dich mindestens eine Stunde hin und…

  • schreibe möglichst ohne abzusetzen durch! Versuche dabei, nicht groß nachzudenken. Es ist nicht wichtig, wie „wertvoll“ diese Gedanken sind. Dass sie ein hohes philosophisches Gehalt haben oder dass Du dafür den Literaturnobelpreis bekommen könntest. Darauf kommt es jetzt überhaupt nicht an! Nein: Schreibe wirklich das auf, was gedanklich in Deinem Kopf ist. Und zwar in einem Zug!

So kannst du dein Unterbewusstsein anzapfen!

Versuche dabei…

  • 100% ehrlich zu sein. DU schreibst das nur für Dich. (erst einmal). Du musst niemandem etwas beweisen. Du machst das vor allem für Dich. Und daher solltest Du auch offen und ehrlich sein.
  • und nicht zurückzuhalten aus Angst vor Verurteilungen. Es schaut Dir keiner über die Schulter. Es geht hier allein um Dich. Daher: Richte Deinen Blick bewusst nach innen, in Dich hinein!

Nicht alles was du schreibst…

  • musst du auch später nutzen! Daher kannst Du eigentlich ganz gelassen an die Sache heran gehen.

Schritt 2 Mache gegebenenfalls ein Konzept

Am besten schläft du jetzt erst mal eine Nacht drüber! Damit sich alles ein wenig sortieren kann. Der Speicher ist nun sozusagen geleert. Und morgen kannst Du Dir anschauen, was da eigentlich so alles zutage gekommen ist..

Wenn du es nicht erwarten kannst…

  • dann beginne gleich mit dem Konzept!

Jetzt geht es darum…

  1. die bereits geschriebenen Sachen zu gliedern. Und sie in eine gewisse Ordnung hinein zu bringen.
  2. noch einige weitere Dinge mit rein zu bringen! Die Dir vielleicht noch eingefallen sind. Bei mir ist das meistens so. Daher lohnt es sich in jedem Fall, eine Nacht drüber zu schlafen! Und sich das Ganze am nächsten Tag noch einmal genau anzusehen.

Die Einleitung

Ein guter Einstieg ist es, deine jetzige Situation zu beschreiben! Wie ist sie gerade? Wo bist Du, wie geht es Dir jetzt? Nehme gerne alle Details auf!

So kannst du sagen „Ich sitze hier gerade, das Lampenlicht summt leise und draußen rauschen vereinzelt Autos“. Nehme die Umgebung wahr. Wo Du gerade bist, zu welchem Zeitpunkt. Und so weiter…

Allein das wird ihn/sie in deinen Brief/die Situation reinziehen! Weil es auch ein wenig poetisch ist. Weil es anschaulich ist. Und er oder sie sich nun gut in diese Situation hinein versetzen kann. Du hast ihn oder sie sozusagen abgeholt!! und er oder sie ist nun mit an Bord.

Versuche nun zu beschreiben, was dir durch den Kopf geht! Etwa so:

„Meine Gedanken kreisen immer noch um dich“

Was es auch immer ist…

  • versuche dir beim Formulieren Zeit zu lassen und es einfach nieder zu schreiben“. Auch hier gilt: Es gibt keine richtigen oder falschen Wörter. Das, was Du denkst, was Du fühlst: Das ist wahr. Für Dich zumindest und darauf kommt es jetzt an. Grüble daher nicht zu lange, ob Du dieses oder jenes jetzt schreiben solltest. Schreibe es einfach auf! Und denke daran:

Desto ehrlicher und direkter, desto besser!

Hauptteil

In diesem Abschnitt kannst du versuchen…

  • die Dinge, die du gesagt haben willst unterzubringen. Und auch hier bitte so offen und ehrlich wie möglich. Nur so wirst Du das Herz des oder der Ex erreichen und berühren können!

Mache vorher eine Stichpunktliste, wo steht, was du im Brief gesagt haben willst! Denn eine solche Liste hilft sehr, glaube mir! Als wertvolle Orientierung, als Anhaltspunkt.

So könnte ein Teil davon z.B aussehen!

Liste:

  • „Ich habe dir nie verziehen, dass du fremd gingst. Dass Du mich betrogen hast. Denn das war für mich wie ein Verrat an unserer Beziehung.“
  • Ich liebe sie/ihn immer noch. Obwohl schon Wochen seit der Trennung vergangen sind. Aber ich kann ihn oder sie einfach nicht vergessen.
  • Ich möchte, dass es ein für alle mal vorbei ist. Ich will das alles endlich, endlich los lassen können. Ich will neu durchstarten. Und deswegen MUSS ich diesen Brief einfach schreiben.
  • „ich erkenne erst jetzt, dass ich Dir gegenüber sehr viele Fehler gemacht habe. Fehler, für die ich mich schäme. Ich muss immerzu daran denken. Und würde mich auf diese Weise gerne bei Dir entschuldigen.“
  • „Du hast mich sehr verletzt, als Du mich verlassen hast. Ich brauche noch immer ein wenig Zeit und Abstand, um darüber hinweg zu kommen. Doch kann ich Dir auch immer mehr verzeihen. Und das möchte ich Dir mit diesem Brief sagen.“
  • ….

Der Schlussteil

Du willst dich richtig verabschieden?

Also ist es auch sinnvoll…

  • das Ende des Briefes positiv zu halten! Und ihn nicht mit Vorwürfen und Co an seine oder ihre Adresse zu beenden. Oder einen zynischen Schluss anzubringen.

Mit einer z.B sarkastischen Haltung ist es schwer…

  • eine Sache zu beenden! Und damit wirklich abzuschließen. (ganz abgesehen davon, dass der oder die Ex so was ganz schnell in den falschen Hals bekommen kann).

Loslassen heißt auch vergeben…

  • also geht im Guten auseinander! Verzeiht dem Anderen die Fehler, die er oder sie damals gemacht hat. Jeder macht Fehler – Hauptsache, man ist sich dessen bewusst und macht es in Zukunft besser!

Zumindest solltest du im hinteren Teil des Briefes…

  • Vorwürfe/ Wut/ Verurteilungen weglassen! Sehr verständlich, nicht wahr? Denn je mehr Du an diesen Vorwürfen festhältst, umso mehr wirst Du auch an dieser Beziehung noch festhalten. Auf eine ungute Art und Weise.

Zu dem ist es gut, wenn du…

  • auch die positiven Dinge der Beziehung hervorhebst. Dich an die schönen und glücklichen Momente erinnerst. Denn die gab es ja auch…

Z.B.: „Durch dich habe ich gelernt, dass es wichtig ist mich selbst zu lieben“

Dabei möchte ich hier nicht zu konkrete Vorschriften machen! Und Dir exakte Sätze vorgeben, die Du einfach kopierst. Nein!

Denn den genauen Inhalt…

  • solltest du bestimmen. Und es sollte Dein Stil sein. Sonst wirkt der Brief wie aufgesetzt. Und somit nicht berührend. Nein: Es ist Dein Schreiben und Deines ganz allein!

Du kennst ihn/sie am besten! Und wirst so instinktiv jene Worte finden, die ihn oder sie berühren. Vertraue Dir da!!

Ein weiteres wichtiges Element ist…

  • Humor!

Dieser sollte nicht sarkastisch oder verletzend sein!

Versuche, einige der gemeinsamen „insider“ mit rein zu bringen! Erinnerungen und Erlebnisse, die Ihr zusammen hattet. Und die Dir noch heute ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Welche gibt es da bei Euch?

Vielleicht habt ihr mal eine lustige Geschichte erlebt! Etwa, als Ihr eigentlich ins Theater wolltet und dann bei Mc Donalds gelandet seid. Und so weiter. Na, habe ich Dich etwa bei einem Lächeln ertappt?

Schritt 2 Schreibe alle noch einmal säuberlich auf

Am Ende schreibst du alles noch einmal…

  • sauber auf!

Schreibe lieber mit der Hand…

  • das wirkt persönlicher! Und einzigartiger, gerade heutzutage, wo jeder nur noch per PC und Handy schreibt…

Falls dir beim Schreiben noch was einfällt, kannst du es ruhig unterbringen! Du hast ja alle Zeit der Welt. Und musst Dich daher nicht unter Druck setzen.

Die Länge des Briefes ist beim Abschied egal! Wichtig ist, dass Du alles aufschreibst, was Du ihm oder ihr mitgeben willst.

Die Situation rechtfertigt das gerade!

So lange es nicht mehr als 4 A4 Seiten werden! Denn ganz ehrlich: Ab einem gewissen Zeitpunkt wird die Aufmerksamkeit des oder der Ex abnehmen. Daher: nicht mehr als vier Seiten sollten ausreichen!!

 

Du weißt nun, was Du zu tun hast – und vor allem wie. Dann will ich Dich auch gar nicht länger aufhalten. Und Dir zum Schluss nur noch ein kleines Fazit mit auf den Weg geben:

Abschiedsbrief an Exfreund oder Exfreundin – mein Fazit!

Ein Abschiedsbrief ist wunderbar, um den oder die Ex endlich los zu lassen. Um auf diese Weise symbolisch mit der Beziehung abzuschließen.

Setze Dich daher einfach hin und schreibe drauflos. Es gibt hier kein richtig oder falsch. Richtig ist all das, was Dir jetzt im Kopf herum geht. Und das darfst Du gerne aufs Papier bringen.

Schicke den Brief nicht sofort ab. Lasse Dir ein paar Tage damit Zeit. Vielleicht willst Du das Schreiben auch gar nicht senden. Sondern eher für Dich behalten, vielleicht mit einem symbolischen Akt verbrennen. Tue das, was sich gut und richtig für Dich anfühlt. Und dann schaue nach vorne….

About Wolf Kirchmann

Mein Name ist Wolf Kirchmann! Ich komme aus Berlin und bin pensionierter Paartherapheut! Klick hier um mehr über mich zu erfahren. Ich habe Psychologie an der Humbold-Universität studiert! Und führe jetzt die Trennungsschmerzen.org als Leidenschaftsprojekt. Achtung: Es gibt noch einen anderen Wolf Kirchmann in Berlin! Mit diesem habe ich nichts zu tun! Also bitte stellt mir keine Fragen dazu. ...Das ich ja noch aktiv wäre... Ansonsten könnt ihr mich unter support@trennungsschmerzen.org anschreiben.